Ganzheitlichkeit in Unternehmen

Geschrieben am von Marlon Melzer

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Ganzheitlichkeit in Unternehmen


– Einstellungsgespräche in einem neuen Zeitalter.-

Ich bin vor ein paar Tagen von einem mittelständischen Unternehmen gebeten worden einen Online-Impulsvortrag zum Thema Balance und Ganzheitlichkeit zu halten. Mich hat gefreut, dass sowohl beide Inhaber als auch die Geschäftsführung diesem Vortrag offen gegenüberstanden, den ich in einem Vorab-Meeting kurz umriss.

Der 45min Vortrag war, wie es bei mir ein Standard ist, mit Musik, Bildern und Videoeinspielungen unterlegt, um den Gästen eine angenehme und kreative Erfahrungsreise zu bieten. Für einige war das wohl ein neues Gefühl, denn in den letzten Jahren war der Trend bei Vorträgen, bloß so wenig wie möglich Medien zu integrieren. Ob Zuckerberg oder Besos, Balmer oder Jobs. Das coolgeworden Freireden, war auf einmal der gängige Maßstab an dem sich viele gerne orientierten. Meine Mission kreiert da einen anderen Weg. Das #MITeinander an Energien. Musik und Bilder sind Gefühlsverstärker, wenn sie entsprechend integriert werden. Sinne zu aktivieren und den Verstand etwas lahmzulegen, um Raum für Gefühle und dadurch Inspiration zu schaffen, ist aber wie alles was hoch energetisch ist ein BALANCEAKT. Der mal weniger gut und mal besser klappt. In diesem Fall, gab es eine solide Ausgewogenheit. An der anschließenden Fragerunde nahm ich wahr, dass einige konkrete Fragen hatten und andere wiederum zwar ein paar Fragezeichen im Kopf hatten, diese womöglich aber nicht in diesem Augenblick klären wollten. Auch das kann ein sinnvolles Energiemanagement sein.

Ich für meinen Teil aber habe mich über etwas anderes im Besonderen gefreut. Nach zweit Tagen bekam ich eine erneute Anfrage, eine Einladung zu einem Zoom-Gespräch mit den zwei Inhabern, die ich an dieser Stelle schonmal grüßen möchte. (Sie hatten diese anonyme Veröffentlichung dieses Artikels im Vorfeld zugestimmt).

Das interessante an unserem Gespräch war die Frage, ob man sich in einem Einstellungsgespräch mal das Mindset des Bewerbers schildern lassen sollte.
Persönlichkeitsentwicklung ist ja unglaublich wichtig.

Sich ein eigenes Mindset konzeptionieren ist ein Megatrend geworden und ein Hilfsmittel dafür, sich auch selbst bewusst reflektieren zu können.  Führungskräfte einzustellen, die von einer bewussten, ganzheitlichen Entwicklung geprägt sind, haben ihr Mindset. Und können dieses auch recht klar kommunizieren.

Ich inspirierte für einen kurzen Exkurs ins Thema Einstellungsgespräche,
wie ich die Entwicklung sehe, um für noch etwas weiteres zu inspirieren.

Gerade in den 90ern und auch in den Anfängen um 2000 war man sehr auf rationale Inhalte fokussiert. Welche Schulbildung, welche Aus -oder Weiterbildung, welche vorherigen Jobs usw. Ein Verlauf der auf das Erfolgsprinzip –abzielte. Höher steigen und weiterkommen, Ziele schnell zu erreichen. Das klassische YANG-Energie Prinzip (männliche Energieform) also im Fokus der Unternehmen. Sichtbarer Erfolg machte den Lebenslauf einer Person charmant und eine Einstellung attraktiv!

Ich stellte bewusst eine Frage in den Raum:

Ist eine Person auch gleich der ganze Mensch? Wir sprechen ja hier über Ganzheitlichkeit.


Die Antwort lautet JEIN. Nicht nur und doch ein notwendiger Teil. Sprechen wir von der GANZHEIT – Mensch, so ist die Person und somit auch die Persönlichkeitsentwicklung nur der eine Teil des Ganzen.

 

In den letzten Jahren gab es auch hier zumindest einen kleinen Kurswechsel in Richtung Balance. Das Selbsterfahrungsjahr als Traveler oder Au-Pair gehörte irgendwann schon zum guten Ton innerhalb eines Einstellungsgespräches. Die Selbsterfahrung, als wichtig gewordene YIN-Energie (weibliche Energieform) rückte noch mehr ins Zentrum und erzeugte bei vielen eine neue Lebensbalance im Lebenslauf.

Doch zurück zur Ganzheit Mensch. Persönlichkeitsentwicklung ist für mich nochmal etwas anderes ist als das spirituelle Wachstum. Es macht Sinn beides zu erfahren und es miteinander zu mischen, doch sollte beides auch seine Autonomie bewahren. Der Grund ist einfach. Wir können dadurch erkennen, ob wir uns gerade nur einseitig fokussiert haben..

Ich als Person mit einer Rolle bin ebenso Teil der Ganzheit Mensch, wie meine Seele als Essenz.

Ich bot also mein Mindset kurz zu erklären, um eine Klarheit dafür zu schaffen,
wie ich auf meine innere Führung schaue.

In diesem schilderte ich kurz mein individuelles, inneres Führungskonzept.

 

In diesem steht mein Ego primär für das Prinzip Sicherheit durch Erfolg.
Meine Seele vertritt vorrangig das Prinzip Freiheit durch Erfahrung.
Als Mensch habe ich zusätzlich noch einen dritten und zentralen Teil in mir,
ich nenne diesen meine Mitschöpferessenz oder auch mein innerer Mediator.
Dieser vermittelt zwischen Seele und Ego und kreiert Entscheidungen mit denen beide Teile in mir kohärent sind. Im Idealfall erzeuge ich also eine Synchronizität, die ich Mitte nenne. Diese innere Dreiheit /Trialiät, ist mein inneres Team. Das Mindset meiner Führungsebene.

Eigentlich recht einfach erklärt, doch Es auch zu leben, ein Balanceakt. Es zwei inneren Anteilen recht zu machen, die grundsätzlich unterschiedliche Prinzipe verfolgen, eine Lebensaufgabe. Eine, der ich täglich aufs Neue gerecht werden darf.

Ganz egal welche individuellen Mindsets Menschen entwickelt haben, es macht durchaus Sinn auch darüber in einem Vorstellungsgespräch zu sprechen.

Begriffe die mit dem spirituellen Wachstum in Resonanz stehen, sind u.A.:
Gefühl, Gefühlswelt, Geist, Seele, Erfahrung, Stille und SEIN.

Und es sollten auch diese Worte sein, die in einem neuen Zeitalter von Unternehmenskultur die Kommunikation zwischen Menschen mitprägen sollte.

Mich hat es sehr gefreut, zu erfahren, dass das Unternehmen, welches mich zu diesem Text inspirierte, diesen Fokus schon hat und ich dafür noch einmal mehr Klarheit schenken durfte..

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